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Affichage des articles associés au libellé Literatur

Erde

Unsere Erde bestätigt sei dein Name obschon dein Reich bis über die Linie des Horizonts verwahrlost wird gib uns trotzdem jeden Tag den Saft deiner Wurzeln den roten Faden deines Gedächtnisses und den Rhythmus der dein Universum kreuzt und vergib uns unsere Schuld das Blut der Kriege in deinen Venen unsern Faustschlag auf Flora und Fauna gib uns trotzdem jeden Tag das nährende Salzkorn die wechselnden Farben der Bäume und das Bild eines Sterns und vergib uns unsere Schuld das Kerosin das zum Firmament wird der Atommüll zur Erdkruste das tödliche Gift in der Luft im Land im Wasser und vergib uns unsere Schuld den blinden Blick auf dich einzige Erde als wüssten wir nicht woher wir kommen und wohin wir zurückkehren Leonor Gnos aus: Kunst und Politik   mehr über Leonor Gnos hier bei Pro Libro und hier beim Scriptorium Marseille

Arachne

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Bereits als Kind hatte Arachne die Welt in ihren eigenen Händen gesehen. Die Purpurtöpfe des Vaters zogen sie an wie Honig die Bienen, sie sah wie raue Stoffe edel wurden, begriff, dass nicht Ursprung sondern Vorstellung ausschlaggebend war. So tauchte Arachne ihre Hände in den warmen Sud ein, zog sie aus der undurchdringlichen Tiefe hervor und sah dass sie zu anderen Wesen geworden waren. Tiere und Pflanzen, Gesteine und Himmel. Finger zu Tentakeln, Handballen zu Hügeln, Nägel zu Turmalin. Während Tagen blieben diese Bilder an ihr haften, sie roch ganze Welten in ihren Handhöhlen, sah Landschaften aus ihren verflochtenen Linien aufsteigen und wieder verschwinden. Einer Seherin gleich verband sie im Laufe der Jahre die eigene Vorstellung mit ihrer Umgebung, liess aus gezopftem Haar Schlangen entstehen und aus Bäumen Vögel. Das Eine ergab das Andere, Luft verschmolz mit Wasser, Metall vereinte sich mit mooriger Erde. Was ich sehe ist, sagt Arachne, und was ist, soll benannt we...

Zeichen Lesen

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Jón Kalman Stefánsson - Himmel und Hölle - Entre Ciel et Terre

Un livre que j'ai réellement aimé, je l'ai lu en allemand et en français, je rends donc hommage à Jón Kalman Stefánsson. J’ai fait connaissance des écrits de Jón Kalman Stefánsson justement de manière indirecte à travers le traducteur Karl-Ludwig Wetzig, qui a reçu une bourse Zougoise en 2003, et qui depuis est lié à cette ville. En quelque sorte, Wetzig symbolise la connection entre mes origines – donc Zug – et mes rêvex – donc l’Islande. Wetzig est un spécialiste de la litterature islandaise, il a contribué de manière importante aux récentes traductions de l’ensemble des sages islandaises. Lors d’une double-lecture de Stefánsson accompagné de Wetzig à Zug, (je n’y étais pas présente) mon père à demandé à l’auteur ainsi qu’à son traducteur de bien vouloir signer un livre pour sa fille – ainsi le monde de Stefánsson s’est joint au mien. Ceci en introduction…    Pour moi, Jón Kalman Stefánsson nous propose dans ce livre, intitulé en allemand, plus proche d...

Die Alpen

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(...) Ein angenehm Gemisch von Bergen, Fels und Seen Fällt nach und nach erbleicht, doch deutlich, ins Gesicht, Die blaue Ferne schließt ein Kranz beglänzter Höhen, Worauf ein schwarzer Wald die letzten Strahlen bricht; Bald zeigt ein nah Gebürg die sanft erhobnen Hügel, Wovon ein laut Geblök im Tale widerhallt; Bald scheint ein breiter See ein Meilen-langer Spiegel, Auf dessen glatter Flut ein zitternd Feuer wallt; Bald aber öffnet sich ein Strich von grünen Tälern, Die, hin und her gekrümmt, sich im Entfernen schmälern. (...) Albrecht von Haller, Die Alpen, 1729 Gesamtes Gedicht unter Projekt Gutenberg Caspar Wolf, Studie zu "Der Obere Staubbachfall im Lauterbrunnental, 1774   Aargauer Kunsthaus Aarau Giovanni Segantini, Alpen Triptychon (Werden), 1898-1899 Segantini Museum Caspar David Friedrich, Der Wanderer über dem Nebelmeer, 1818 Hamburger Kunsthalle

The Fish Can Sing

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I just read the wonderful book by Halldor Laxness, "The Fish Can Sing", story of the young Alfgrimur and the way he sees and experiences the world he is growing in. To me, an experience of peace, wonderfully corresponding with what I feel myself in the last few months. "I spent my entire childhood in an environment in which the mighty of the earth had no place outside story books and dreams," Laxness said in his 1955 Nobel acceptance speech. "Love of, and respect for, the humble routines of everyday life and its creatures was the only moral commandment which carried conviction when I was a child." As a result, Laxness's depictions of his characters in The Fish Can Sing glow with a careful affection for the commonplace, always lovingly rendered in beautiful prose: At first she looked at me without seeing me; she was deep in thought, and I imagined that she had got up early to go to the churchyard to mourn a lost friend. She set off in the direction ...

Alice...

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first one... more to follow...

Gestirne

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Siehst du den Wagen oben Sternworte sprühen Hier unten gibt es Vernunft und kleine Zeichen Abgrund und Gipfel Erinnerung an Vergangenes und an die Zukunft und Künstler unsere Erdgestirne (Rose Ausländer) Mit den Sternen kamen die Erinnerungen, mein Herz suchte wieder das Funkeln. Du hast eine Liebste, Nazim Hikmet, sie besteht aus Stimme und Duft... (Nazim Hikmet) zu Rose Ausländer zu Nazim Hikmet

Birger Sellin

nägel in astgabeln sind die instrumente ich singe das lied aus der tiefe der hölle und rufe alle stummen dieser welt erklärt den gesang zu eurem lied taut die eisigenmauern auf und wehrt euch ausgestoßen zu werden wir wollen eine neue generation der stummen sein eine schar mit gesängen und neuen liedern wie es die redenden noch nicht vernommen haben unter allen dichtern fand ich keinen stummen so wollen wir die ersten sein und unüberhörbar ist unser gesang Birger Sellin, Ich will kein inmich mehr sein "ich bin ohne sprache nichts" - eine Aussage, wie sie - zumal aus dem Munde eines Schriftstellers - wenig außergewöhnlich zu sein scheint. Hier jedoch ist die Rede von einem, der Sprache, als das elementare Medium der Kommunikation, erst im Alter von 17 Jahren erlangt hat, obwohl er seit seinem fünften Lebensjahr lesen und schreiben kann: dem Berliner Autisten Birger Sellin, verstummt seit seinem zweiten Lebensjahr.. Mehr oder minder zufällig kam er mit der einzigen Technik in B...

Kosmische Schlange, Comète und Dollar Mambo

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Ich bin irgendwo zwischen Himmel und Meer, über den Bergen, unter den Sternen. (...) Das ist die Zeit. So reich und verschwenderisch ist sie. Und so erbarmungslos. Jón Kalman Stefánsson, Verschiedenes über Riesekiefern und die Zeit über Jón Kalman Stefánsson

Kalevala

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(Akseli Gallen-Kallela) Finnische Volksdichtung, im 19. Jahrhundert von Elias Lönnroth aufgrund von mündlichen Überlieferungen zusammengetragen. Das Kalevala hat massgebend zum finnischen Bewusstsein beigetragen. "Werde von der Lust getrieben, von dem Sinne aufgefordert, dass ans Singen ich mich mache, dass ich an das Sprechen gehe, dass des Stammes Lied ich singe, jenen Sang, den hergebrachten. Worte schmelzen mir im Munde, es entschlüpfen mir die Töne, wollen meiner Zung' enteilen..." (Anfangsverse des Kalevala) "…Ain' on päivä paistamatta, kuu kulta kumottamatta noilla Väinölän tuvilla, Kalevalan kankahilla. Vilu viljalle tulevi, karjoille olo kamala, outo ilman lintusille, ikävä imehnoisille, kun ei konsa päivyt paista eikä kuuhuet kumota…" (Runo 49) Das Kalevala-Epos wurde unter anderem von Akseli Gallen-Kallela illustriert. über das Kalevala die Verse Akseli Gallen-Kallela

Apfelbaum und Olive

Ein Trost ist, zu wissen wo die Tassen stehn und die Teller in dem Haus, in dem du zu Gast bist, und einen Anteil zu haben an der Zärtlichkeit von Katze und Hund deines Freunds, und die Tücke des Fahrrads zu kennen als sei es dein eigenes (...) Du gehst durch das Gartentor und machst es hinter dir zu, als stehe die Bank für dich vor dem Haus, und siehst die andern draussen vorbeigehen, du, der Wandrer von Tag zu Tag und von Land zu Land (...) Zwar, der Apfelbaum und die Olive sind überall dein, und in fernen Ländern schiebt man dir einen Stuhl an den Tisch (...) als habe ein Kind sich verspätet (...) und siehst dem Schweben der kleinen weissen Schirme mit zu – so leicht, so widerstandslos vor dem Wehn wie du selbst. Irgendwo dürfen sie landen. (...) Hilde Domin/Gesammelte Gedichte/S.Fischer/s.14 über Hilde Domin Verzeichnis der Gedichte Interview mit Hilde Domin

Gotthard - Schöllenenschlucht - Teufelsbrücke

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Die Teufelsbrücke - die Sage Die Urner wollten in der Schöllenen eine Brücke bauen doch wusste keiner Rat, und der Landamann rief, da baue doch der Teufel eine Brücke. Kaum hatte er das Wort gesagt, stand der Teufel vor ihm und anerbot sich, die Brücke zu bauen, wenn der erste, der über die Brücke kommt, ihm gehören würde. Die Urner schlugen ein und in drei Tagen war die Brücke gebaut. Am jenseitigen Ufer saß der Teufel und wartet auf den ersten, der herüberkam. Die Urner aber, auf den Rat eines klugen Ratsherrn, jagten einen gar kriegerischen Geißbock über die Brücke und als ersten dem Teufel zu. Da wollte der geprellte Teufel die Brücke zerschlagen und holte einen haushohen Stein herbei. Es begegnete ihm aber ein altes Mütterlein, das kritzelte ein Zeichen des Kreuzes in den Stein, und als der Teufel das Zeichen sah, lief er davon und ließ Stein und Brücke stehen. Seit jener Zeit, sagt man, habe er sich im Urnerland nie mehr gezeigt. Panorma St. Gotthard heute

Mumin - Moomin - Muumilaakso

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Idyllisch und dämonisch zugleich.... Tove Janssons Mumin: Mumintal Muminforschungszentrum

Genf

Als Stadt ist Genf so wiedersprüchlich und rätselhaft wie ein lebendiger Mensch. Ich könnte der Stadt einen Pass ausstellen. Nationalität : neutral – Geschlecht : weiblich – Alter : (die Distkretion gebietet es) wirkt jünger, als sie ist – Familienstand : getrennt lebend – Beruf : Beobachterin – Körperliche Merkmale : geht wegen Kurzsichtigkeit ein wenig vorgebeugt – Allgemeine Bemerkungen : attraktiv und verschwiegen. (...) Abhängig von den Winden, unter denen die Bise und der Föhn die berüchtigsten sind, stammen die Wolken am Himmel über Genf aus Italien, Österreich, Frankreich. Sie kommen das Rheintal hoch aus Deutschland, den Niederlanden oder gar von der Ostsee. Manchmal stammen sie von weit her, aus Nordafrika oder Polen. Die Stadt Genf ist ein Schnittpunkt und dessen ist sie sich bewusst. Über Jahrhunderte hinweg haben Reisende hier Briefe, Anweisungen, Landkarten, Listen und Botschaften zurückgelassen, damit Genf sie den später Eintreffenden übergibt. (...) Wie soll man zum Bei...

Der Fliegende Berg

« Gleich neben den überwächteten Graten des Landes Kham lagen die Berge Irlands, ihre kahlen Höhen nicht weiter entfernt als der letzte Gipfel unseres gemeinsamen Lebens, der einige Windstösse lang unsere Namen tragen sollte, bevor er in jagenden Eiskristallschleiern wieder verschwand –» Seite 68 « Durchnässt und fluchend waren Liam und ich damals von unserem vergeblichen Versuch, eine im Sturm schlagende Blechbahn zu bergen, über die gepeitschten Weiden ins Haus zurückgekehrt, wo ich auf drei Bildschirmen seines Arbeitszimmers eine digitalisierte Fotografie schimmern sah (…) Kein Zweifel, was in dieser Wolkenkluft, Die sich nun weiter und weiter öffnete, So klar und gleichzeitig so entrückt Wie durch ein umgedrehtes Fernrohr betrachtet erschien, Das war die Wirklichkeit, die zum Abbild auf Liams Schirmen gehörte, (…) » Seite 277 Christoph Ransmayr "Der Fliegende Berg" Fischer, Frankfurt am Main, 2006

Selina Gnos: Mein Fenster Zur Welt

Das Zimmer ist dunkel, etwas Licht, nachts, wenn ich am Computer sitze, der helle Schirm. Ich bin schon lang nicht mehr aus dem Zimmer gegangen. Manchmal, um Zigaretten zu holen, was zu essen, Bier in der Nacht. Meine Welt rund um mich ist klein, aber ich dringe immer stärker in sie ein. Meine Welt ist mein Computer und meine Leute sind meine vielen Doppelgänger, mit deren Namen und Identitäten ich mich durch das Netz bewege. Ich bin wie eine Katze, die sich herumschleicht, die sich annähert, aber sobald man sie anfassen will, geht sie weg. Ich bin auf der Suche. Nach was. Ich bin auf der Suche nach Dir. Ich denke mir Personen aus, die werden ein Teil von mir. Sie sind oft besser als ich, forscher, schlagfertiger, verspielter. Sie können über alles diskutieren, ich eigne mir den Jargon an, ich lese mich ein in das, was das Internet hergibt. Kopieren, Einfügen und rein ins Forum. Sperrige Themen, die mich früher nie wirklich interessierten. Mich? Ich weiß gar nicht mehr, wer ich wirklic...

About blogging

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Princess Haiku, 2.05.2007 Ich stöbere zur Zeit in verschiedenen blogs herum, besuche sie regelmässig und lese täglich einige Artikel oder schaue mich nach schönen Bildern um. Mir fällt auf, dass es ein Genre von Blogs gibt, welches sich mit einem ästhetischen Tagebuch vergleichen lässt, poetische Gedanken reihen sich an Trouvaillen aus der Bilderkiste des Web. Fast möchte ich diese Art von Blog als einem Beitrag zum kollektiven Gedächtnis bezeichnen - interessant dabei ist auch, dass ich in den Kommentaren andere Blogger wiederfinde, deren Blog ich eben las, und denen ich vielleicht eine Nachricht hinterlassen habe, die Blogs verweisen also untereinander aufeinander und ergänzen sich so zu bestimmten Thematiken oder bilden so zusammen ein gewissens Bild der Welt. Princess Haiku Moon River flowerville

Elías' texts

It hadn’t started to dawn when the last piece of bread on the island became lava in my hands. I was roaring like an arrogant beast, showing my fangs to the sea wind, losing my temper because of the salt I was breathing. And I went directly down to the beach, I walked with my feet raping the black dunes. And the waves were also roaring, they roared with the intention of heaping enormous quantities of dark sand in my breast, going through my skin with their anger. I went down to the seaside with the intention of drinking the ocean. I wanted a daybreak with revenge in my lips even though I could die inebriated and unable to give birth. I went down to the shore with the intention of swallowing the sea. But on the beach I found a jewel, a divinity made of cloth. A pagan doll that came up among my strikes against the perpetual water. I took her in my arms and then I could never after leave her. I wish constantly that night falls and the hunger exhausts my reasoning. At dusk she becomes a lig...

Space Shuttle / Mars / Polarstation

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Mars Polarstation in der Antarktis "Ich stelle mir Josef Mazzini während der ersten Stunden auf dem Schiff vor, in der Behaglichkeit seiner Kabine, und frage mich, ob er nicht schon im Verlauf dieser Tage in Longyerabyen begonnen hatte, seine Reise von den Erinnerungen an die Fahrt der Tegetthoff allmählich abzulösen; schliesslich lag ja auch über der Arktis nichts als die Gegenwart, eine unumgängliche Gegenwart, die nicht zuliess, dass dieses kahle Land zur blossen Kulisse einer Erinnerung verkam." Christoph Ransmayr, Die Schrecken des Eises und der Finsternis , Frankfurt am Main, 1987, s.131